In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wir hier den Interhyp-Zinsbericht von den Entwicklungen auf den Zins- und Baugeldmärkten
Pforzheim, 12. März 2025
Wer jetzt eine Immobilie finanzieren will, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Bauzinsen sind in nur einer Woche so stark gestiegen wie seit 18 Jahren nicht. Grund für den plötzlichen Anstieg sind höhere Renditen auf deutsche Staatsanleihen, ausgelöst durch das geplante Schuldenpaket der neuen Bundesregierung. Banken refinanzieren sich über Anleihen und müssen nun selbst höhere Zinsen zahlen – das wirkt sich auf Baukredite aus. Ein Anstieg um 0,33 Prozentpunkte verteuert eine Finanzierung über 250.000 Euro um fast 8000 Euro in zehn Jahren. Die Zinssenkung der EZB hilft nicht, da Bauzinsen von langfristigen Marktentwicklungen und Staatsanleihen abhängen. Experten warnen vor weiter steigenden Zinsen, während Banken die Fristen für Finanzierungsangebote verkürzen.
Die Anleihemärkte reagierten deutlich auf die geplante Ausweitung der Schulden für Investionen in Verteidigung und Infrastruktur. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe – an der sich die langfristigen Kapitalmarktzinsen und damit auch die Konditionen für Immobiliendarlehen orientieren – erhöhten sich um mehr als 0,3 Prozentpunkte auf über 2,8 Prozent. Dieser Anstieg wird auch das Niveau der Kreditzinsen beeinflussen. Die EZB-Leitzinssenkung um weitere 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent hat hingegen keinen Einfluss auf die aktuelle Entwicklung der Hypothekenzinsen. Dieser Schritt war erwartet worden und ist in den aktuellen Konditionen bereits eingepreist. Bankexperten erwarten im Jahresverlauf einen weiteren Anstieg der Zinsen. Für Immobilieninteressierte bietet die momentane Zinssituation noch gute Chancen. Abwarten lohnt sich nicht! Die Kaufpreise liegen noch unter den Höchstständen vom Frühjahr 2022, und die Nachfrage nimmt aufgrund steigender Mieten weiter zu.
Für den weiteren Jahresverlauf gehen 71 Prozent der Experten von steigende Bauzinsen in Richtung vier Prozent aus. Die Minderheit geht von fallenden oder gleichbleibenden Zinsen aus.
Die aktuellen Konditionen liegen für ein Hypothekendarlehen mit 10-jähriger Zinsbindung in günstigen Fällen bei:
3,25% gebundener Sollzinssatz, 3,33% effektiver Jahreszins*, Angebot vom 27.03.2025.
*Die Konditionen können auch regional unterschiedlich sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.
Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Immobilienpreise und deren Entwicklung waren Immobilienangebote im Immobilienportal immowelt.de. Die errechneten Werte geben die Quadaratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 qm Wohnfl., 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahre 1990-1999) wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise!
Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?
Das Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*:
(grün: fallend, gelb: gleichbleibend, rot:
steigend)
*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der Postbank, der MünchenerHyp, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.
Quelle: www.interhyp.de
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